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Flotten-Kraftstoffmanagement: Effizienz mit L/100 km und Verhinderung unbefugter Betankung

PetroDATA20 Haziran 20262 Min. Lesezeit
Flotten-Kraftstoffmanagement: Effizienz mit L/100 km und Verhinderung unbefugter Betankung

In der Logistik ist Kraftstoff der größte Kostenposten; ein Verbrauch, der nicht auf Fahrzeugebene gemessen wird, schadet direkt dem Gewinn. Wir erläutern, wie die L/100-km-Analyse und die Fahrzeugerkennung in der Flotte die Effizienz steigern.

In Logistik- und Transportflotten ist Kraftstoff der größte Kostenposten. Ein Verbrauch, der nicht auf Fahrzeugebene gemessen wird, schadet direkt der Fahrtprofitabilität und dem Unternehmensgewinn. Das Flotten-Kraftstoffmanagement hat zwei Säulen: die Effizienz messen (L/100 km) und unbefugte Betankung verhindern (Fahrzeugerkennung). Dieser Leitfaden behandelt beide gemeinsam.

L/100 km: das Effizienzmaß in der Flotte

Während die Effizienz bei Arbeitsmaschinen in Liter/Stunde gemessen wird, ist bei Straßenfahrzeugen die richtige Kennzahl L/100 km: wie viele Liter ein Fahrzeug im Schnitt auf 100 Kilometern verbraucht. Da diese Kennzahl auf die Arbeitslast (die zurückgelegte Strecke) normiert ist, lassen sich Fahrzeuge fair vergleichen.

L/100 km macht Folgendes sichtbar:

  • ungewöhnliche Verbrauchsunterschiede zwischen Fahrzeugen (Defekt, Reifendruck, Fahrstil, Ladung),
  • einen im Laufe der Zeit steigenden Verbrauch eines Fahrzeugs (Wartungssignal),
  • den Einfluss von Route und Lademuster auf den Verbrauch,
  • Inkonsistenzen im Kraftstoff-Distanz-Abgleich (möglicher Missbrauch).

Wie wird es berechnet?

L/100 km = (verbrauchter Kraftstoff / zurückgelegte Strecke) x 100. Für eine korrekte Berechnung sind zwei Daten erforderlich:

  • Verbrauchter Kraftstoff: Durch die Betankung mit Fahrzeugerkennung werden die Liter auf Fahrzeugebene festgehalten.
  • Zurückgelegte Strecke: wird aus dem Fahrzeugortungssystem (GPS) oder aus den Kilometerdaten entnommen.

Werden diese beiden Daten zusammengeführt, ergibt sich für jedes Fahrzeug der tatsächliche L/100-km-Wert; ohne Integration beruht die Berechnung auf Schätzung.

Unbefugte Betankung verhindern

Die Effizienz zu messen genügt nicht; der Kraftstoff muss auch ausschließlich an das befugte Fahrzeug fließen. Mit der Fahrzeugerkennung (RFID) gilt:

  • Ein nicht registriertes Fahrzeug kann keinen Kraftstoff beziehen,
  • jede Betankung wird dem richtigen Fahrzeug und Fahrer zugeordnet,
  • tägliche/wöchentliche Betankungslimits lassen sich definieren,
  • durch den Vergleich des in den Tank eingegangenen Kraftstoffs mit der von den Fahrzeugen zurückgelegten Strecke werden Abweichungen (möglicher Missbrauch) markiert.

In Kombination mit der Transportsoftware

Werden die Flotten-Kraftstoffdaten mit der Transport-/Logistiksoftware zusammengeführt, wird die Fahrtprofitabilität transparent: Die Kraftstoffkosten fließen direkt in die Fahrt ein, der Kraftstoff-Distanz-Abgleich wird durchgeführt, und versteckte Kosten (Reifen, Kraftstoff) werden sichtbar.

Fazit

Das Kraftstoffmanagement in der Flotte beruht auf Messen und Verhindern. L/100 km misst die Effizienz auf Fahrzeugebene und in fairer Weise; die Fahrzeugerkennung unterbindet unbefugte Betankung von Grund auf. Werden beide vereint, hört Kraftstoff – der größte Kostenposten – auf, eine geschätzte Kostengröße zu sein, und wird zu einem pro Fahrt gesteuerten Posten.

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