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Wie plant man das Kraftstoffbudget einer Baustelle? Datenbasierte Prognose

PetroDATA18 Haziran 20262 Min. Lesezeit
Wie plant man das Kraftstoffbudget einer Baustelle? Datenbasierte Prognose

Das Kraftstoffbudget anhand vergangener Rechnungen zu schätzen, vergräbt sowohl Verlust als auch Ineffizienz im Budget. Wir erläutern, wie mit maschinenbezogenen Daten ein genaueres und begründbares Budget aufgebaut wird.

Auf den meisten Baustellen wird das Kraftstoffbudget erstellt, indem man auf vergangene Rechnungen schaut und einen gewissen Aufschlag hinzufügt. Diese Methode hat einen versteckten Fehler: Vergangene Rechnungen enthalten sowohl die tatsächliche Arbeit als auch Verlust und Ineffizienz. Das heißt, Sie vergraben den Verlust im Budget und tragen ihn ins nächste Jahr. Dieser Leitfaden behandelt, wie mit maschinenbezogenen Daten ein genaueres und begründbares Kraftstoffbudget aufgebaut wird.

Das Problem des rechnungsbasierten Budgets

  • Normalisiert den Verlust: Da der vergangene Verbrauch auch Verlust und Verschwendung enthält, werden diese als "normal" akzeptiert und ins Budget übernommen.
  • Ignoriert das Arbeitsvolumen: Wenn sich die Arbeit des Vorjahres von der diesjährigen unterscheidet, weicht die rechnungsbasierte Schätzung ab.
  • Nicht begründbar: Die Antwort auf die Frage "Warum so viel?" geht nicht über "So war es letztes Jahr" hinaus.

Die Bestandteile eines datenbasierten Budgets

Maschinenbezogenes Verbrauchsprofil

Der tatsächliche Verbrauch (Liter/Stunde oder l/100 km) und das Betriebsprofil jeder Maschine und Ausrüstung sind bekannt. Das Budget wird nach der Logik "Maschine x Betriebsdauer x Einheitsverbrauch" statt "Gesamtrechnung" aufgebaut.

Verknüpfung mit dem Arbeitsplan

Das Budget wird mit dem Arbeitsplan des Projekts verknüpft (welche Maschine wie lange arbeiten wird). Wenn sich das Arbeitsvolumen ändert, ändert sich auch das Budget in vorhersehbarer Weise.

Bereinigung um Verluste

Wenn tatsächliche Effizienzdaten verwendet werden, werden vergangene Verluste und Verschwendung nicht automatisch ins Budget übernommen. Das Ziel ist nicht "so viel wie letztes Jahr", sondern "so viel wie tatsächlich erforderlich".

Szenario und Sensitivität

Es ist vorhersehbar, wie sich das Budget verändert, wenn sich Kraftstoffpreis, Arbeitsintensität und Maschinenanzahl ändern. Das ermöglicht sowohl Planung als auch Risikomanagement.

Budget nachverfolgen und korrigieren

Ein Budget wird nicht einmal aufgestellt und dann vergessen; es wird mit der Ist-Situation verglichen. Der tatsächliche maschinenbezogene Verbrauch wird dem Budget gegenübergestellt; die Ursache der Abweichung (Arbeitsvolumen, Effizienz, Verlust) wird ermittelt und bei Bedarf eingegriffen. So wird das Budget nicht zu einer statischen Schätzung, sondern zu einem gesteuerten Instrument.

Fazit

Das Kraftstoffbudget auf vergangene Rechnungen zu stützen, bedeutet, Verlust und Ineffizienz in die Zukunft zu tragen. Maschinenbezogene Verbrauchsdaten und eine an den Arbeitsplan gebundene Auslegung ermöglichen ein genaueres, begründbares und steuerbares Budget. Ein korrektes Budget wiederholt nicht die Vergangenheit, sondern prognostiziert, was tatsächlich erforderlich ist.

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