Stationsautomation und Tankwagen für einen gemischten Fuhrpark
RFID-Schlüsselanhänger und biometrische Fahrererkennung verbinden Fahrzeug und Fahrer — ~12.000 Liter täglich lückenlos erfasst, für 125 Fahrzeuge.
Die Situation vor der Automation
Der Betrieb fährt einen gemischten Fuhrpark aus 125 Fahrzeugen: 20 Maschinen, 55 Lkw, 12 Sattelzugmaschinen und 38 Pkw. Versorgt wird der gesamte Fuhrpark aus einer einzigen Baustellentankstelle und einem Tankwagen — bei einem Verbrauch von ~12.000 Litern täglich, rund 4,4 Millionen Litern im Jahr.
Trotz dieser Menge liefen die Kraftstoffprozesse vollständig manuell: Betankungen wurden auf Papierbelegen notiert, und wenn der Tankwagen vor Ort betankte, ließ sich nicht zuverlässig nachvollziehen, welche Maschine wie viel erhalten hatte.
Da der Fuhrpark vier Fahrzeugklassen umfasst, war auch kein Verbrauchsvergleich möglich: Liter/Stunde bei Maschinen und Liter/100 km bei Lkw und Sattelzugmaschinen erschienen nie in derselben Auswertung, sodass auffälliger Verbrauch und Verluste unbemerkt blieben.
Der PetroDATA-Ansatz
Installiert wurden drei Komponenten: Automation der Baustellentankstelle, Tankwagenautomation und ein zentrales Managementsystem. Der Stationstank kam unter Füllstandüberwachung, die Zapfsäule wurde mit einer Steuereinheit automatisiert; der Tankwagen für die Betankung vor Ort wurde in dieselbe Struktur eingebunden. Beide Versorgungspunkte laufen nun in einem einzigen Datenstrom zusammen.
Jedes Fahrzeug erhielt einen RFID-Schlüsselanhänger; die Fahrer wurden über einen biometrischen Leser erfasst und ihren Fahrzeugen zugeordnet. Jede Betankung zeigt jetzt in einem einzigen Datensatz, welches Fahrzeug, welcher Fahrer und welche Menge. Nicht registrierte Fahrzeuge und unbefugte Nutzer erhalten keinen Kraftstoff.
Der RFID-Leser erfasst bei jeder Betankung zusätzlich den Kilometerstand. Da Strecke und Menge gemeinsam vorliegen, werden Liter/100 km für Lkw und Sattelzugmaschinen sowie Liter/Stunde für Maschinen automatisch berechnet; der fahrzeugbezogene Durchschnittsverbrauch wurde zum realen Richtwert des Standorts. Im zentralen System wird der Füllstandrückgang laufend mit der Summe der Betankungen abgestimmt.
Wirkung in der Praxis
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