Kraftstoffautomation mit Anforderungsfreigabe in einer Logistikflotte
Biometrische Fahrer-Fahrzeug-Zuordnung, Live-Kilometerstände aus Arvento und eine eigens entwickelte Freigabelogik erfassen in einer Flotte mit 57 Sattelzugmaschinen täglich rund 12.500 Liter.
Die Situation vor der Automation
Die Vega-Trans Lojistik A.Ş. betreibt eine Flotte von 57 Sattelzugmaschinen auf festen Routen. Versorgt wird sie über einen ortsfesten 20.000-Liter-Tank (20 Tonnen) auf dem Gelände und eine einzelne Doppelzapfsäule; der Verbrauch liegt bei rund 12.500 Litern pro Tag, etwa 4,5 Millionen Litern im Jahr.
Vor der Installation wurde diese gesamte Menge von Hand auf Protokollen erfasst. Welches Fahrzeug wann wie viel getankt hatte, ließ sich erst am Tagesende zusammentragen, und die Differenz zwischen Tankstand und Betankungsbelegen machte den Abgleich zu einer Recherche über Stunden.
In einer Flotte mit festen Routen ist die Verbrauchsabweichung das verlässlichste Prüfsignal. Da die Kilometerstände jedoch manuell eingegeben wurden, waren die Liter/100-km-Werte fehlerhaft, und betriebliche Verluste ließen sich nicht von echten Streckenbedingungen trennen. Weil die Zapfsäule ohne Obergrenze arbeitete, sprach technisch nichts gegen eine Betankung über den Plan hinaus.
Der PetroDATA-Ansatz
Vor Ort wurde ein Standort-Automationssystem installiert: Der 20.000-Liter-Tank wurde füllstandsüberwacht, die Doppelzapfsäule über eine Steuereinheit in die Automation eingebunden. Alle Entnahmen und Bestandsbewegungen laufen in Echtzeit in ein zentrales Managementsystem; Tankbestand und Betankungssumme stimmen seitdem durchgehend überein.
Die Fahrzeuge erhielten RFID-Schlüsselanhänger, die Fahrer wurden per Fingerabdruck erfasst und ihren Fahrzeugen zugeordnet. Die Zapfsäule läuft erst an, wenn der Fingerabdruck gelesen und die Übereinstimmung mit dem RFID-Anhänger bestätigt ist — jede Betankung gehört damit zu einem geprüften Fahrzeug-Fahrer-Paar.
Auf Wunsch des Kunden wurde ein eigenes Anforderungsmodul entwickelt. Fahrer oder Logistikzentrale legen vor der Betankung eine Anforderung an; die Zapfsäule gibt nur die vorab freigegebene Litermenge ab. Liegt keine freigegebene Anforderung vor, bleibt die Säule vollständig gesperrt — eine ungeplante Betankung ist technisch ausgeschlossen.
Die Kilometerstände werden nicht mehr eingetippt, sondern über die Anbindung an das Arvento-Ortungssystem live aus dem Fahrzeug gelesen. Da Nettomenge und Live-Kilometerstand zusammen vorliegen, wird der Durchschnitt in Liter/100 km je Fahrzeug fehlerfrei berechnet und pro Route vergleichbar.
Wirkung in der Praxis
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